Der Text des Interviews aus dem Instagram-Beitrag
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Mein Papa rief mich an, sagte, dass er Mama nicht erreichen kann. Ihr Telefon war noch eingeschaltet. Ich begann auch, Mama anzurufen, und konnte sie auch nicht erreichen.
Mama arbeitete als Reinigungskraft bei Comfy. Nicht besonders lange, etwa 6-8 Monate, ein Jahr sicher nicht. Vor dem Einkaufszentrum hatte sie als Meisterin in einem Werk gearbeitet. Dann hatte sie das Werk satt und beschloss zu gehen. Und ging in das Einkaufszentrum.
„Amstor“ — das größte Einkaufszentrum in Kremenchuk. Mama arbeitete gerade in der Abteilung, in die die Rakete einschlug. Auf der rechten Seite. Aus dem Comfy hat man auch noch einige Mitarbeiter nicht gefunden.
Es war ein normaler Tag. Mama ging um 7 Uhr morgens zur Arbeit. Es gab keine Vorahnungen. Mama hat keine Angst vor Luftalarmen, vor Explosionen auch nicht. Sie hat im Prinzip noch nie etwas gefürchtet.
Während der Sirene war ich zu Hause, gegen 16 Uhr hörte ich 2 Explosionen, ging auf den Balkon und sah Rauchschwaden hinter der Brücke. Ich verstand nicht sofort, dass es im Einkaufszentrum war. Wir dachten, dass der Bahnhof getroffen wurde, er ist 500 Meter von „Amstor“ entfernt. Oder die Erdölraffinerie, sie schlagen normalerweise auf die Erdölraffinerie.
[Nach dem Anruf des Papas] sind wir mit der Schwester zu unserer Patentante mit dem Taxi gefahren und zum „Amstor“ gefahren. Dort gab es Rauch, Territorialverteidigung, Krankenwagen, Polizei.
Wir sind drei leibliche Schwestern in der Familie. Ich bin die mittlere, die ältere Anja — sie hat eine Tochter Polytschka, 4 Monate, — und die jüngere Lena, sie ist 17. Wir ließen die Schwester mit der Patentante beim Einkaufszentrum, und mit dem Papa fuhren wir, [Mama] in den Krankenhäusern zu suchen. Wir fuhren von Krankenhaus zu Krankenhaus, dann rief uns die Polizei an, bat um eine DNA-Probe. Wir kamen, gaben den Test ab, man schickte uns nach Hause, weil in den Krankenhäusern absolut nichts zu tun ist.
Jetzt räumen sie dort die Trümmer, holen Menschen heraus und vielleicht identifizieren sie, aber ich weiß es nicht genau. Im Zweifelsfall rufen sie uns an. Heute waren wir im Krankenhaus, um Neuigkeiten zu erfahren, es gab keine.
Zuerst war Angst da. Und dann verstand ich, dass ich für den Papa gebraucht werde und ihn unterstützen muss. Ich bin Psychologin. Ich weiß, wie man das richtig macht. Bei mir schalteten sich die Angst und alle Gefühle ab. So halte ich durch. Und unterstütze die Schwestern. Dem Papa fällt es schwer, ich habe ihn beim Psychologen angemeldet.
Vor der Veröffentlichung dieses Materials erhielten wir von Dascha eine Nachricht:
Fahre zur DNA 13:33
Mama lebt nicht mehr 13:33



