Der Text des Interviews aus dem Instagram-Beitrag
Achtung! Die Übersetzung wurde mithilfe von KI erstellt, Fehler sind möglich
Ich erfuhr gestern, dass drei meiner Freunde nicht mehr sind. Mein Nachbar ging mit dem Hund spazieren, eine Granate flog, er kam um. Andere Freunde fuhren zu fünft im Auto. Eine Granate flog. Sie verbrannten lebendig im Auto. Das dritte Mädchen lebte da, wo ich. Eine Granate flog. Drei Stockwerke in ihrem Haus sind zerstört. Sie schrieben mir, dass es sie nicht mehr gibt.
Die Heizung schaltete man ab, draußen waren -9, in der Wohnung waren 3 Grad Wärme. Dann gab es solche Frostgrade, dass die Heizkörper platzten. Das Schrecklichste war, als man das Gas abschaltete. Wir fällten Bäume im Hof, verbrannten sie auf dem Grill. Ein Glas Wasser kochte 20 Minuten. Ich erfand, dass man Buchweizen auch anders zubereiten kann: man gießt ihn mit Wasser, lässt es einen Tag stehen und er ist fertig.
Uns schien jeden Tag, dass es schlimmer schon nicht sein kann. Und das Schlimmste begann am 8. März, als man begann mit Flugzeugen zu bombardieren. Von Flugzeugen bleibt nichts. Eine Bombe trifft ins Haus, die Fassade stürzt komplett ein. Wir berechneten zuerst, dass alle 3 Stunden bombardiert wird. Wussten, wann man hinausgehen, den Eltern Medikamente bringen kann. Dann begann man jede Stunde zu bombardieren, und dann jede Minute.
Bunker reichen nicht für alle. Im Bunker gab es keinen Platz, du gingst zur Toilette und stiegst über Menschen. Wir hatten eine Familie im Bunker, dort einige Generationen. Sie versteckten Essen voreinander. Ein Nachbar erwürgte einen Kater, weil es nichts zu füttern gab. Und wenn du aus dem Bunker hinausgegangen bist, bist du nichts geschützt. Eine Bombe fliegt, fällt hundert Meter weiter, und dich wirft die Druckwelle zur Seite. Wir mit der Frau rannten in die Nachbarstraße, zu den Eltern. Wir laufen, und Bomben beginnen zu fallen. Du fällst in einen Graben und liegst. Die Sicherheitstechnik sagt, dass wenn du unter dem Bordstein bist — du gerettet wirst. Es ist sehr beängstigend, wenn du nichts kontrollierst.
Eine Bekannte von mir hat es dieser Tage in die RF geschafft. Sie saß die Zeit in Mariupol aus, am linken Ufer, wo die brutalsten Kämpfe waren. Sie wollten ausreisen, das Auto geriet unter Beschuss. Der Bursche wurde verletzt, sie nähten mit einfachen Fäden im Keller. Sie versteckten sich in einem Bunker im Keller. Gestern versuchten sie auszureisen, und als sie hinausgingen, fiel eine Hausplatte auf einen der Burschen, und vor ihren Augen wurde er von dieser Platte zerquetscht. Sie ergaben sich, und man brachte sie in ein Verteilungszentrum. Jetzt kam die Nachricht, dass man sie nach Donezk gebracht hat. Niemand wollte in die RF fahren. Menschen, die hinfuhren — taten das nur, um das Leben zu retten.
Mein Freund, mein Patenonkel, ging zur Schicht ins Krankenhaus und war drei Tage nicht zu Hause, weil ihn die ganze Zeit niemand ablösen konnte — wegen der Beschüsse war es unmöglich, das Krankenhaus zu erreichen.
Russische Soldaten lassen ukrainische Busse nicht durch. Offiziell heißt es so: die Evakuierung aus Mariupol erfolgt in der Stadt Berdjansk. Berdjansk liegt 90 Kilometer entfernt. Die Menschen, die keinen Transport haben, werden dorthin nicht gelangen. Benzin gibt es schon drei Wochen nicht. Manche suchen bei Verwandten Benzin, manche hatten keinen Benzinvorrat. Manche haben Benzin in einen Generator gegossen, um das Telefon aufzuladen. Durchzukommen klappt nicht. Mein Freund mit der schwangeren Frau gingen zu Fuß aus Mariupol Richtung Berdjansk hinaus. Sie hatten Glück, jemand nahm sie mit dem Auto auf. Russland trägt in nichts dazu bei, dass die Menschen in Richtung Ukraine ausreisen können.
Eure Medien sagen, dass wir selbst unsere Geburtsklinik bombardiert hätten, Asow und so weiter. Damit ihr versteht, an dieser Adresse, wo die Geburtsklinik ist, in einem der Krankenhausgebäude ein Punkt der humanitären Hilfe. Windeln für Kinder, Nahrung. Alle wussten, dass dort Hilfe ausgegeben wird. Wie konnten wir selbst eine Bombe auf uns richten? Dort, wo die Asow-Brigade hätte stehen wollen, hätte man daneben keine Punkte humanitärer Hilfe aufgestellt. Dort hätten irgendwelche Militärfahrzeuge oder Soldaten stehen müssen. Dort war niemand. Wir gingen ständig dorthin.
Die Explosion des Schauspieltheaters wurde zum letzten Tropfen. Wir gingen dorthin Informationen zu sammeln, denn dort gab es immer eine maximale Anzahl von Menschen. Dorthin kamen ab und zu Soldaten, die Informationen von der Front, vom großen Land hatten. Wir gingen dorthin und fühlten uns dort in Sicherheit. Niemand dachte, dass es jemandem in den Sinn kommen würde, Menschen zu bombardieren. Es gab ja schon kein Gas mehr, die Leute versammelten sich dort, kochten etwas auf dem Grill. Vor dem Theater waren sehr viele Menschen. Drinnen war ein großer Bunker. In den russischen Medien schrieb man, dass dort die Asow-Brigade sei, und ich ging doch ständig dorthin. Keinerlei Asow ist dort.
Ich hatte mehr Glück als die anderen, denn ich habe in meinem Hof niemanden vergraben, im Unterschied zu meinen Freunden. Ich hatte mehr Glück, weil ich nicht viele abgerissene Arme gesehen habe oder wie mein Nachbar seine Frau im Kindergarten gegenüber vergrub.
Ich habe gelesen, welche Strafe es für einige Faschisten, Deutsche gab. Sie mussten mit bloßen Händen jene Menschen umbetten, die sie getötet hatten. Ich will, dass die Strafen noch schlimmer sind. Denn man tötet uns hier einfach, erschießt uns. Wir haben in Mariupol keinerlei militärische Objekte, und sie vernichten uns einfach, falls jemand das nicht versteht.

